Das Leben ohne Lachen: die Psychoanalyse der Depression — Gründe, Behandlung

Das Leben ohne Lachen: die Psychoanalyse der Depression — Gründe, Behandlung

Drei Prozent der Bevölkerung der USA — das sind 19 Millionen — leiden unter chronischer Depression. mehr als zwei Millionen von ihnen sind Kinder. Die Depression ist weltweit ein wichtiger Grund der Invalidität bei Menschen älter als 5 Jahre. Durch Depression werden mehr Jahre verloren, als durch Krieg, Krebs und AIDS zusammen. Viele Krankheiten (z. B. Alkoholismus, Infarkt) kaschieren eine verborgene Depression.

Sigmund Freud war der erste Mensch, der Depressionen grundlegend  erforschte. Er schrieb, ein Mensch könne den Verlust eines Mitmenschen dank seiner Fähigkeit zur Trauer vollständig verarbeiten und könne anschließend eine neue feste Beziehung aufbauen. Die Depression greift die tiefen Schichten der Psyche an und infolgedessen wird ein Mensch unfähig, sich von einem verlorenen Verwandten zu trennen. Unbewusst vertilgt er dieses verlorenes Objekt in sein Ich und ärgert sich darüber, dass der Andere ihn verlassen hat. Hier entsteht der Basiskonflikt einen depressiven Menschen, der sein ganzes Leben durchdringt: der mensch ärgert sich, hat aber Angst, seine Aggression gegenüber an jenem, den er liebt, zuzugeben.

Diese Aggression wird ins verlorene Objekt, das in Ich introjektiert war, projiziert. Und dann kritisiert und greift dieser unbewusste Teil die Persönlichkeit den Menschen an. Aus diesem Grund schämen sich die depressiven Personen, oder einfacher gesagt, haben schlechtes Selbstwertgefühl und niedrige Selbsteinschätzung.

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Barbara bekam zu wenig mütterliche Aufmerksamkeit und ärgert sich unbewusst über ihre Mutter. Deswegen fühlt sich Barbara unsicher, hat Angst, für ihre Arbeit ein höheres Honorar anzusetzen und unterschätzt sich selbst insgesamt.

Barbara hielt eine Fotografie ihres Vaters in der Hand und weinte: der Mensch, der sie liebte, starb. Jetzt kann niemand sie trösten. «Niemand» dachte Barbara  und schluchzt: «Es blieb nur meine kalte, hysterische Mutter und mein Mann, der denkt nur an sich selbst».

Barbara sah  nie von ihrer Mutter einen warmen Blick. Diese schritt und forderte von der Kleinen Aufmerksamkeit: «Ich gebar dich mit dem Blut, aber du bist eine undenkbare Scheiße!»

Barbara wuchs auf, wurde eine Modellieren geworden, aber sie konnte nich genug verdienen. Ihr schien, dass die monier produzierte Kleidung nicht gut genug war und setzte ein geringes Honorar an, obwohl ihre Bekannten sie zu überzeugen versuchten: «Barbara, guck mal! Das ist eine tolle Kleidung und du hast viele Kunden, die gerne deine Produktion bei dir kaufen wollen. Warum erhöhst du deine Preise nicht?»

Hier kann der Basiskonflikt einer depressiven Person erblickt werden. Depression ist nicht nur ein konkretes Trauma nach Tod, wenn eine Geliebte starb oder verlassen hat (z.B. ein Vater ließ seine Familie) sondern auch die vollständige Verknappung von Liebkosungen und Liebe von jemandem, der einem sehr wichtig ist. Barbara ist eine typische Vertreterin des depressiven Menschen. Sie bekam zu wenig mütterliche Aufmerksamkeit und ärgert sich unbewusst über ihre Mutter. Die Mutter wurde in ihr Ich introjektiert und greift Barbara stets an. Deswegen fühlt sich Barbara unsicher, hat Angst, für ihre Arbeit ein höheres Honorar anzusetzen und unterschätzt sich selbst insgesamt.

Heutzutage treten Depressionen durchschnittlich zum ersten Mal mit 26 Jahren auf und das ist um 10 Jahre weniger, als früher. Immer mehr Kinder leiden unter Depressionen

Die berühmte Psychoanalytikerin Melanie Klein schrieb: «Wenn die Aggression gegenüber einem Objekt zu groß ist, als dass ein Mensch das Schulz Gefühl ertragen könnte, kann psychische Splitterung entstehen und ein Mensch nimmt sich selbst als «ganz schlecht» und sein Objekt als «nur ausgezeichnet» wahr. Somit häuft sich in der Selbstanklage die ganze auf ein Objekt gelenkte Aggression an. Es entsteht eine psychische Erkrankung — die Depression.

Mit anderen Worten verzerrt sich die Realitätswahrnehmung. Die Psyche zersplittert: ein Pol ist «ideal gut» und ein anderer Pol ist «ganz schlecht». Diese Splitterung unterwirft das ganze Leben und in verschiedenen Zeiten wird etwas oder jemand nur mit dem Zeichen «Plus» wahrgenommen und etwas anderes oder jemand anderer nur mit dem Zeichen «Minus». Und genauso nehmen solche Leute sich  selbst  in verschiedenen Zeiten als entweder «ideal» oder «schäbig» wahr.

Tobias wartete auf ein date mit Silvia sehr lang. Als sie sich zum ersten Mal trafen, fühlten beide, dass sie voneinander hingerissen waren. In einem gemütlichen Café herrschte romantische Stimmung, die zu sagen schien: «Das ist der Beginn einer festen Beziehung…» Plötzlich sagte etwas in Tobias: «Ich bin unwürdig, mit ihr zusammen zu sein. Sie ist zu git für mich, als dass wie zusammen sein könnten. Warum kam sie denn überhaupt? Ich gefalle ihr sowieso nicht. Aber dann erfährt sie nie, dass ich die brauche!»

Weiter wickelte sich alles auf eine schreckliche Art ab. Tobias begann zu erzählen, dass er ein reicher Erbe ist, dass er mag, die Frauen für eigene Ziele zu missbrauchen und ausschließlich auf von Frauen bezahlte Kurorte reist. Für die junge Silvia, die in einer nicht reichen Familie aufwuchs und als Lehrerin tätig war, war alles ein Schock. Sie fühlte sich, als ob sie in Kot getreten wäre…Natürlich trafen sie sich nie wieder.

Hier lässt sich erkennen, dass Tobias statt ganzheitlicher Wahrnehmung sowohl sich, als auch Silvia als «ziemlich gute Objekte» in Gefangenschaft seines psychologischen Schutzes geriet. Zuerst verspürte er sich selbst als «ein schäbiges Lebewesen» und Silvia wurde von ihm in die Schublade «ein ideales Objekt» gesteckt. Aber anschließend drehte sich dieses Modell um (wichtig: das Szenario blieb das Gleiche, nur die Rollen wurden gewechselt) und Silvia wurde auf den Platz «ganz schlechtes Objekt» gestellt und Tobias verteidigte sich selbst mit Hilfe seiner Großartigkeit. Eine solche psychologische Splitterung ist eine Antwort sowohl auf Depression, als auch auf andere Traumata (z.B. narzisstische Traumarisierung).

15% der depressiven heute bringen sich um. Inzwischen begehen von 2% bis 4% von ihnen einen Selbstmord während dieser Erkrankung.

Der berühmte zeitgenössische Autor Andrew Solomon denkt in seinem Buch «The Noonday Demon: An Atlas of Depression» darüber nach, dass die Depression zum Verfall von Ich führt und allmählich zum Verlust der Fähigkeit zu lieben und Liebe zu schenken. Er führt eine schöne Metapher über eine Eiche und eine Liane an. Andrew Solomon beschreibt, als er nach 20 Jahren eine hundertjährige Eiche sah, neben der er noch in seiner Kindheit zusammen mit seinem Bruder spielte. Diesen mächtigen Baum saugte die Liane an und ernährte sich wie ein Parasit von ihm.

Die Eiche begann, sich abzuleben. Auf diese Weise beschreibt er den schädlichen Einfluss der Depression auf einen Menschen. Der Autor spielt mit der Metapher weiter und führt eine Analogie mit Depressionsbehandlung an: Psychotherapie und Pharmakologie. Die Pharmakologie beeinflusst die Psychologie des Menschen, die Tätigkeit des Nervensystems, die Ausschüttung von Serotonin — angeblich um die Liane abzuhacken. Jedoch ist es notwendig, damit die Blätter den Photosyntheseprozess in Gang kommt, eine Psychotherapie durchzuführen. Mit anderen Worten: es ostunverzichtbar, damit ein Mensch fähig zu wird, die Liebe anzunehmen und sie zu schenken, die Behandlung der Seelen, und hier passt ausgezeichnet die psychoanalytische Psychotherapie und die Psychoanalyse.

Die Depression spielt mit verschiedenen Facetten: Verluste ohne Trauer, narzisstische Verknappung, Angriffe vom grausamen Über-Ich (d.h. das Richten der unbewussten Aggression gegen sich selbst), allumfassendes Schamgefühl, manischer Schutz, der Prozess der Verleugnung, die Isolation von Affekten, der Prozess von Idealisierung und Unterschätzung. Dennoch wissen wir auch, dass eine professionelle  Psychotherapie, das Mitleiden eines Psychotherapeuten und sein aufrichtiger Wunsch zu helfen, helfen die Depression zu überwinden und ein neues Leben zu beginnen. Das Leben ohne Lachen.

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